Der Verein

Wer sind wir?

NWVS = heißt Nutzwasserverein Steimel und erfasst zum einen unser Anliegen und zum anderen
die Ortslagen, dies es betrifft, nämlich Vordersteimel, Hintersteimel, Hülsen, Niederhof.

Das Ganze liegt im schönen Engelskirchen, dem Tor zum Oberbergischen Land.

Irgendwann im Jahr 2004, fiel auf, dass sich auffallend viel Gespräche plötzlich nur um das Eine drehten: „Die werden ja wohl nicht ernsthaft!“.

Schnell stellten wir jedoch fest, dass „die“, sprich die Gemeindeverwaltung Engelskirchen, tatsächlich die benannten Ortslagen zentral zwangskanalisieren wollen.

Rasch wurde klar, dass ein sehr breiter Konsens in der Einwohnerschaft vorhanden war, nämlich diesen ökologischen und ökonomischen Verwaltungsbauwahn zu verhindern.

Nachdem sich der lose Verband derer, die eine klare Meinung hatten, sich mehr und mehr festigte, wurden erste Informationsgespräche mit „verantwortlichen“ Stellen der Gemeindeverwaltung geführt und schnell wurde klar, dass es sich um äußerst einseitige Informationen handelte, getreu dem Motto, dem Bürger wird nur so viel erzählt, was unabdingbar notwendig ist und „Otto Normalverbraucher“ dazu veranlassen soll, das zu tun, was man erwartet, nämlich die Öffnung seines Portemonnaies, um den vielen schönen Beton wenigstens teilweise auch bezahlen zu können.

Da wir uns nun aber schon anderweitig informiert hatten (nein, wie frech), wurde uns schnell klar, dass es auch andere mindestens gleichwertige, wahrscheinlich aber höherwertigere dezentrale Lösungs-möglichkeiten zur Abwasserentsorgung/ entwässerung existieren, gerade auch unter Einbeziehung vorhandener Anlagen.

Aus diesem Grund kam es auch folgerichtig am 24.02.2005 zur konstituierenden Sitzung der interessierten und auch betroffenen Bürger und Einwohner der Ortslagen. Es kam zur Gründung unseres Vereins, unter Vorsitz von Christoph Glass (Hintersteimel) und Stefan Lüdenbach (Vordersteimel).

Fortan wurde Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit betrieben und mittlerweile sind nahezu alle Bürger auch Mitglied unseres Vereins. Sogar Fördermitglieder haben sich gefunden, die zwar nicht unmittelbar betroffen sind, aber unser Anliegen nachvollziehen können und auch fördern wollen.

Unter Einbindung von Politiker –innen jedweder politischer Couleur, Fachleuten aus den unter-schiedlichen Branchen und auch der Verwaltung wurden bis heute zahlreiche Informations-veranstaltungen durchgeführt, welche die Problematiken und gerade auch die Möglichkeiten transparent machten.

Deutlich wurde hierbei aber leider auch die Ignoranz der Verwaltungsbeamten, die nur sehr beschränkt den politischen Willen der Bürger und gar des Gemeinderates anerkennen wollen, aus welchen Gründen auch immer. Bundes-, Landes- und Kommunalrecht wird nur einseitig ausgelegt und so interpretiert, wie es gerade passt, das alles offensichtlich in der Hoffnung, dass der Bürger des Lesens nicht mächtig ist.

Der geneigte Leser unserer Homepage wird zu Kenntnis nehmen, dass unser ernstes Anliegen nicht nur auf fiskalischen Gründen fußt, sondern durchaus auch auf ökologischen Gründen, die gegen ein solches Vorhaben sprechen.

Macht eine Kanalisierung in urbanen Wohngebieten durchaus Sinn und hat gerade dort auch eine Daseinsberechtigung, ist sie in ländlichen Gebieten völlig überflüssig und es grenzt an hanebüchenen Unsinn, kilometerweise Strassen aufzureißen und Natur zu zerstören, um einzelne Häuser an den Kanal zu legen, wo seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten das Ganze auf “wundersame“ Weise völlig natürlich funktioniert.

Zum Fiskalischen sei jedoch zu sagen, dass jedem von uns klar ist, dass auch wir investieren wollen und müssen, teilweise sogar intensiver als bei einem Kanalanschluss, um auf dem sog. Stand der Technik zu bleiben.

Nicht einzusehen ist jedoch, dass einige Einwohner andrerseits in ihrer Existenz bedroht sind und überhaupt nicht fassbar ist der Fakt, dass angesichts milliardenschwerer Haushaltslöcher der Kommunen eine Gemeinde ein nicht notwendiges Projekt in unseren Ortslagen durchziehen will, welches mal eben 3,5 Millionen € kosten wird, die auf alle Einwohner Engelskirchens geschultert werden (ja, ja auch dies wird nie gesagt).

Für ca. 10 % hiervon wären unsere dezentralen Anlagen realisierbar, mit dem für jeden Bürger Engelskirchens verbundenem angenehmen Effekt, dass diese ausschließlich durch die Bewohner der betroffenen Ortslagen selbst finanziert werden.

Wie schon das WDR – Fernsehen in einer durch uns initiierten Veröffentlichung bemerkte:

Ganz Nordrhein Westfalen ist kanalisiert….. Ganz Nordrhein Westfalen? Nein! Ein von unbeugsamen Bergbewohnern bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Tiefbauer- und Betonlobbyisten Widerstand zu leisten!

In diesem Sinne „Carpe Diem“

Ihr NWVS