WDR - Westpol nimmt sich unserer Sache an

Am Freitag, 16.02.2007 wird der WDR nach Oberschelmerath und nach Steimel kommen, um am KARNEVALSSONNTAG, 18.02.2007 um 19.30 Uhr in der Sendung “Westpol” zu berichten.
Grund für die Berichterstattung ist unser folgender Pressebericht vom 05.02.2007:

Schildbürgerstreich im Kanalbau

In Engelskirchen Oberschelmerath wurde nach uns nun vorliegenden Angaben des Bürgermeisters ein Regenwasserkanal gebaut, an dem die Anschlussquote der privaten Grundstücke 0% beträgt. Diese Information hatten wir bereits im letzten Herbst angefordert – damals antwortete die Verwaltungsspitze, die Zahl sei ihr nicht genau bekannt, es seien aber wohl die meisten Haushalte angeschlossen. Stimmt gar nicht, wie sich jetzt auf beharrliches Nachhaken von Herrn Rechtsanwalt Bock in der letzten Woche herausgestellt hat.

Der Bau dieses Regenwasserkanals, an den die Straße und die privaten Grundstücke angeschlossen werden sollten, kostete die Allgemeinheit Tausende von Euros.
Eine Investition für knapp 500 m Regenwasserkanal mit sage und schreibe unnötigen 2 Straßeneinläufen, an den nun kein einziger Haushalt angeschlossen ist, ausgegeben.
Ca. 10 % der Bausumme sind über die Anschlussbeiträge der Anwohner bezahlt, der Rest der Summe wird auf alle Bürger umgelegt, deren Regenwassergebühr stetig steigt für weitere überflüssige Kanalbaumaßnahmen.
Jahrelang hat die Verwaltung Engelskirchen den Rat und die politischen Entscheidungsträger unserer Gemeinde dahingehend beraten, dass Regenwasserkanäle gebaut werden müssten. Diese Aussage erweist sich als falsch, auf Landes-, Bundes- und EU- Ebene werden zahlreichen Kommunen zur Umkehr von zentraler Regenwasserbewirtschaftung auf dezentrale Anlagen unterstützt, u.a. auch um den Gebührendruck zu mildern, zum Hochwasserschutz und zur Vermeidung von Fremdwasser in Schmutzwasserkanälen.
Als nächstes kommen im Gemeindebereich kleine Ortschaften wie z.B. Feckelsberg an den Kanal, wo der Bürgermeister eine Planung für dezentrale Anlagen zu verhindern versucht.
Der Nutzwasserverein Steimel, der die Recherche ins Rollen gebracht hat, ist auf Äußerste über diese Ergebnisse empört. “Das Schlimmste ist“, so der Vorsitzende Christoph Glass, “ein Ende der Gebührenerhöhungen ist nicht absehbar, viele Baumaßnahmen werden mit verbilligten Krediten und Zuschüssen bezahlt, so dass die Rückzahlung auch noch kommende Generationen belastet.“

In den Ortschaften Niederhof, Hülsen und Steimel wurde durch den intensiven Einsatz des NWVS und mit Stimmen der SPD, Grünen und UWG der Regenwasserkanal im letzten Moment verhindert, so dass wenigstens von dort keine Mehrbelastung für die Engelskirchener Bürger entsteht.

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